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2012 bis 2015

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Im Sommer 2012 hatten wir das erste Mal Nachbarn und Freunde eingeladen um unsere Arbeit mit Tieren vorzustellen. Es kamen nicht  sehr viele, weil viele dachten dass wir um Spenden fragen würden. Trotzdem hatten wir einen sehr großen Erfolg. Viele konnten sehen, dass unsere Arbeit mit den Pferden Früchte getragen hat.

2012 konnten wir 6 Tiere zur Adoption frei geben. Jedes einzelne Tier lebt nun in einer wunderbaren Familie. Meine Trainingsmethoden haben sich bewährt, all unsere Pferde sind glückliche Reitpferde geworden. Musik, viel Liebe und Geduld kann jedes Pferd verändern. Natürlich musste ich in den letzten Jahren viel lernen, aber es hat sich gelohnt. Spezielle Heilmusik für Pferde und spezielle Meditation hilft dem Pferd seine Geschichte zu erzählen. Volunteere die keine Ahnung von dieser Methode haben, verstehen plötzlich die Gefühle des Pferdes - es hört sich vielleicht für viele komisch an, aber es ist so. Pferde die mit mir in einer Meditaion sind, lassen plötzlich viele Energien frei, die sogar der Mensch emotional spürt. Viele meiner Volunteere weinen und wissen nicht warum, sie spüren und fühlen den Schmerz des Tieres. Tiere fühlen wie wir, sie brauchen keine Worte, sie geben uns Energie .

Es hat sich sehr viel getan in den letzten Monaten. Es war sehr mühselig aber es hat sich wirklich gelohnt. Viele Tiere haben wir wieder vor dem Schlachthof retten konnen. Einige neue Unterstände für die Pferde wurden gebaut, ein kleines Haus für die Volunteere (natürlich ohne Strom und Wasser). Zwei kleine Cabins für unsere zukünftigen Urlauber, sie dienen dafür dass wir all unsere Tiere über den harten Winter gut versorgen können.

Die letzten Jahre waren finanziell sehr schwer, bis wir eine Entscheidung treffen mussten... es musste sein um Heaven’s Gate weiter finanzieren zu können. Wir verkauften unser Haus in Deutschland. Es ist uns sehr schwer gefallen, da es für uns sehr wichtig war ein Heim für unsere Familie zu haben.

Wir sind froh, dass unsere Kinder hinter uns stehen. Unsere Besuche in Deutschland sind nun schwieriger geworden weil wir nun auf andere angewiesen sind. Seit dem Verkauf geht es uns finanziell viel besser. Wir konnten viele Schulden abbezahlen und sogar einen Wintergarten bauen. Unser Wintergarten ist unser Urlaubszimmer geworden - immer hell und wir können den langen Winter besser  verkraften.

Man merkt einfach das wir älter werden, man gibt das ungern zu aber es ist so! Unser Haus ist nun unsere Oase, immer mehr brauchen wir unsere Auszeit.

Unsere Volunteere kochen nun für sich selbst, in ihrem eigenen Haus. Das ist für mich eine große Erleichterung. Unser Gemüsegarten hat sich verdoppelt, so auch die Arbeit aber wir können über den Sommermonaten alle sehr gut mit frischem Gemüse versorgen. Mein Mann kümmert sich um Reparaturen, Zaunbau und viele andere Bauten, Wasserversorgungen, und, und, und. Meine Hauptaufgabe sind die Tiere und unsere Pferde die trainiert werden müssen. Wir lieben unsere Aufgaben, wir sind aber heilfroh das wir viele wunderbare Volunteere haben die uns oft die schwere Arbeit abnehmen. Natürlich ist es nicht immer leicht, mit so vielen jungen Leuten zu arbeiten. Manche rauben einem wirklich die letzen Nerven und machen uns das Leben noch schwerer. Jedenfalls haben wir viel gelernt, das wichtigste ist einfach mal beide Augen zuzudrücken und wegzuschauen. Denn 90 % aller Volunteere sind einfach nur toll und ich freue mich über jeden anständigen, lustigen und liebevollen Helfer. Viele geben uns so viel und das sind unsere Momente wo wir jede Minute glücklich sein können.

Das Leben ohne öffentlichen Strom kann manchmal schon sehr hart sein, besonders der Winter. Strom ist das wichtigste was man hat. Ohne Strom kein Wasser, viele können sich das nicht vorstellen aber nach einigen Wochen weiß hier jeder was wichtig ist.

In den letzten Jahren haben wir so vieles gelernt und ich glaube, dass wir fast keine Probleme haben, die einzigen Probleme bringen die Menschen und das ist sehr schade !

Jeder Mensch hat Probleme die er mitbringt. Natürlich bin ich immer für jeden da und versuche zu helfen. Das schönste daran ist, dass viele nach einigen Wochen bei uns merken, dass sie gar kein Problem haben! Das Leben kann so schön sein, wenn man positiv denkt, wenn man Blumen wieder bewusst wahr nimmt oder den Regen auf der Haut spürt. Wenn man täglich über simple Dinge lachen kann  oder einfach nur an einem Lagerfeuer sitzt und Spaß hat. Dies sind viele Dinge, die man im normalen Leben einfach vergisst. Ich versuche täglich mit einem Lächeln meinen Volunteeren "Guten Morgen" zu sagen und es gelingt, haha. Natürlich sage ich das auch jeden. Ich möchte morgens lächelnde Menschen um mich haben - jeder hält sich daran und das ist das schönste was man sich wünschen kann. Wir haben immer sehr viel Spaß und ich versuche es jedem klar zu machen, dass wir nicht arbeiten - wir helfen Tieren. Unser Traum hat sich erfüllt. Heaven’s Gate ist ein Ort der Liebe, nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen, die ihr Glück und ihren inneren Frieden finden wollen. Natürlich ist Heaven’s Gate nichts für jedermann aber das ist auch gut so !

Es ist eine Freude zu sehen, was wir alles geschafft haben und ich weiß nicht ob ich heute nochmal damit anfangen könnte. Mittlerweile haben wir auch super Volunteere die uns über den Winter helfen. Der erste Winter wo ich mich auf eine neue Webseite konzentrieren und all meinen Bürokram auf die Reihe bringen kann. Vieles bleibt über den Sommer liegen, weil wir immer sehr viel Arbeit haben. Ein spezielles Dankeschön an unseren Robert Kaulisch - ohne ihn hätten ich und mein Mann alles alleine bewältigen müssen. Es gibt auch im Winter sehr viel Arbeit. Die meiste Arbeit ist aber das Wasser schleppen weil wir noch nicht so viel Strom haben um automatische Wasserversorger aufzustellen. Wir hoffen, dass wir 2014 unsere Solarzellen verdoppeln können. Das wäre ein sehr großer Wunsch von uns. Vieles wäre viel leichter. Off the Grid leben ist nicht einfach, aber wir werden es eines Tages schaffen . 

Natürlich müssen wir noch sehr viel aufbauen. Das wichtigste ist noch viele Zäune zu ziehen, damit wir all unsere Pferde aufteilen können. Schön wäre es, wenn wir einen Bobcat hätten, das würde uns sehr helfen. Trails bauen oder auch nur den Mist wegfahren, es fällt so viel an, dass wir es trotz so vielen Helfern nicht mehr schaffen. Alles soll hier sauber sein und da kommt wieder mal das deutsche raus. Wir werden aber alles versuchen um auch das finanzieren zu können und deshalb werden wir auch unsere Cabins vermieten. Mehr Arbeit aber wir wollen nicht auf Spenden warten - wir tun was !

Bisher wurden vieler meiner Gebete erhört. Viele Menschen haben uns bisher unterstützt. Wir können damit nicht leben oder unsere Tiere damit versorgen aber schon eine kleine Hilfe unterstützt uns moralisch und physisch. Wir wissen dass wir nicht alleine sind, das ist für uns sehr wichtig. Wir retten Tiere nicht weil es uns Spaß macht, wir helfen weil Tiere uns brauchen. Egal wo diese hilflosen Wesen auch leben.

Wir nehmen nur so viele Tiere auf, wie wir auch hundertprozentig gut mit Futter und tierärztlicher Behandlung versorgen können. Es werden jedes Jahr mehr, aber es kommen auch immer mehr Menschen auf uns zu und ich danke Gott dafür, dass er uns diese Menschen schickt. Es kommen Menschen die nicht nur Geld bringen, es sind viele die Liebe bringen, es sind viele die uns Glückwünsche senden. Auch über diese Geschenke freuen wir uns und sind sehr dankbar dafür. Ohne Liebe geht hier nichts. Heaven’s Gate ist ein Ort, an dem man sich wirklich wohlfühlen kann, aber nur wenn man es zulässt. Natürlich arbeite ich immer noch an mir, aber ich habe meine Aufgabe verstanden. LIEBE ist alles, nur manchmal sehr schwer !

Wir haben von Null angefangen und aufgebaut und ich werde diese harten Jahre nicht vergessen. Es war meine schönste Zeit. Wir haben gelernt, dass man nicht sehr viel braucht um wirklich glücklich zu sein. Das einzige was einen wirklich glücklich macht, ist zufrieden sein. Zufrieden mit dem was man hat und ich sage euch, das ist sehr viel...

Das zweitwichtigste für mich ist zu helfe, wieder Freude empfinden zu können um einen anderen oder ein Tier glücklich zu machen. Glückliche Augen zu sehen oder einfach nur die Liebe zu spüren. Das dritte ist, sich selbst zu finden und sich selber wieder lieben können  und ich glaube das habe ich fast geschafft .

Wenn ich eines Tages von diesem Planeten gehen muss, möchte ich glücklich gehen und sagen können, dass ich wenigstens versucht habe, ein guter Mensch zu sein !

 

 

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