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2009 bis 2012

2009 bis 2012

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Zwei Jahre lang bauen wir nun auf und ich bedanke mich bei Gott für all seinen Segen. Manchmal war es sehr schwer von null anfangen zu müssen, doch wir sind täglich unserem Traum näher gekommen !

Heute  ist der 17. Januar 2011, wir haben 34 Tiere aufgenommen !

All unsere Pferde, Lamas, Esel, Schweinchen, Ziege konnten wir vor dem Schlachthof retten .
Ein großer Unterstand für die Pferde, ein Unterstall für die Esel und ein kleiner für unsere alten Tiere konnten gebaut werden. 
Eine kleine und eine größere Cabin konnte für unsere Helfer fertiggestellt werden.
Viele Zäune wurden gezogen um Neuankömmlinge für die ersten Wochen halten zu können. 

Ein Round-Pen und eine Reitanlage (offener Reitplatz) sind sehr wichtig für mich, da ich ja alle Pferde trainieren muss! Viele unserer Tiere hassten Menschen und nur durch Training und viel Liebe fangen sie nach einigen Wochen an, Menschen wieder zu vertrauen - bei manchen dauert es Monate !

Jeden Sommer beherbergen wir viele Helfer. Sie kommen von der ganzen Welt. Wwoof und X-Help sind Organisationen die uns Helfer  vermitteln. Sie arbeiten für Essen und Unterkunft. Meist sind es wunderbare Menschen. Ohne sie wäre es sehr schwer für meinen Mann und ich!

Natürlich ist es manchmal nicht sehr einfach mit so vielen Helfern, da die meisten ja noch nie auf einer Farm oder in einem Garten gearbeitet haben.

So lernen wir die meisten an - das dauert auch manchmal etwas länger. Das schlimmste ist, das nach drei Wochen wieder neue kommen und das Spiel beginnt wieder von Anfang an. Wir bemühen uns sehr, für alle da zu sein und ihnen dabei zu helfen.

Für mich ist das tägliche Kochen für so viele Leute meist eine Kraftprobe. Was koche ich heute ? Auch das Einkaufen ist nicht billig in Kanada, da bin ich froh, dass wir unseren großen Garten haben. Jedenfalls versuche ich immer gut zu kochen und reichliche Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen, wir zahlen ja mit Essen und das soll auch jedem schmecken.

Neben dem großen Frühstück gibt es Mittagessen (meist Suppen), nachmittags Kuchen und abends ein reichhaltiges und deftiges Essen.

"Jeder hilft jedem" ist hier auf Heaven’s Gate oberstes Gebot und die meisten tun das auch! Waldarbeiten sind sehr oft an der Tagesordnung, weil unsere Tiere mehr Weideplätze brauchen und das ist für alle sehr anstrengend.

Zäune werden gezogen, Gehege müssen sauber gehalten werden, Pflege der Tiere, tägliches Training der Pferde ist sehr wichtig. Gartenarbeit, Hütten bauen und, und, und …….

Unsere Abende werden meist am Lagerfeuer oder im Tipi verbracht. Es ist immer lustig und wir vergessen so den harten Arbeitstag.
Die Wochenenden sind immer frei und unsere Helfer gehen meist in die Berge oder reiten.

Für meinen Mann und mich ist das eine kleine Auszeit. Nicht von der Arbeit, aber von so vielen Menschen. Ab und zu braucht man etwas Zweisamkeit um zu reden oder nur um etwas Ruhe zu haben.

Auch wenn wir alle frei haben, müssen wir unseren Verpflichtungen nachgehen. Die Tiere müssen immer versorgt werden, bisher haben es unsere Helfer aber gern getan. Ein paar Ausnahmen gibt es immer !

Für mich persönlich ist es sehr wichtig, liebevolle Menschen um mich zu haben, sie geben mir die Kraft die ich brauche! Ein Lächeln am Morgen rettet oft den schwierigsten und traurigsten Tag und ich kann all unsere Probleme etwas besser vergessen. Geldmittel sind immer ein großes Problem, da wir ja jede Menge Tiere zu füttern haben und jede Menge Baumaterial brauchen, das in Kanada sehr teuer ist.

Wir brauchen noch so vieles, zB. einen Traktor um all den Mist wegzufahren. Es ist sehr mühsam, mit der Schubkarre so weit zu fahren. Es sind viele, viele und das ermüdet oft sehr.

Auch das Wasser schleppen ist für alle mühsam, weil unser Wasseranschluss im Haus, für so weite Wege nicht so viel Druck aufbaut oder weil meist die Stromversorgung zusammenbricht !

Unsere Stromversorgung kommt von 6 Solarzellen und einer kleinen Windmühle. Wir bräuchten mehr Solarzellen und mehr Batterien um den Strom zu speichern.

Mehrere Brunnen müssten geschlagen werden und ein Badehaus gebaut werden. Unsere Helfer benutzen meist kaltes Wasser zum waschen. Nur in einem Camper kann man warm duschen und das ist oft sehr wenig für so viele liebe Helfer.

Man kann wirklich sagen das wir in einem Wildernesscamp leben und bisher waren die meisten sehr zufrieden und happy.

Dieses Jahr werden mehr Unterstände für die Tiere gebaut! Auch arbeiten wir daran ein Badehaus einzurichten - hoffe das diesmal das Geld reicht.

Von einigen Freunden werden wir etwas unterstützt, sie übernahmen eine Patenschaft für ein Tier. Das kostet im Monat 20 Euro. Es sind noch nicht sehr viele aber es hilft uns sehr !

Natürlich werden wir niemals so da stehen wie Gut Aiderbichl aber wir geben die Hoffnung nicht auf mehr Paten zu finden.

Wir sind noch nicht sehr bekannt, das liegt aber daran, dass ich in den Sommermonaten fast keine Zeit habe am PC zu sitzen. Werbung ist das A und O.

Auch ist es sehr schwer Menschen zu finden die einfach nur spenden, die meisten wollen ein Gut Aiderbichl mit vielen Promis. Natürlich freue ich mich, dass es dort so vielen Tieren gut geht aber mit Prominenten geht es halt viel leichter.

Auch bin ich leider noch etwas stolz... ich kann einfach nicht betteln oder nur Schreckensberichte schreiben, weil ich denke dass viele Menschen es einfach leid sind !

So versuche ich es im Positiven. Ich zeige meine Bilder, versuche Slideshows zu veröffentlichen und hoffe dass vielleicht doch ein Pate oder Spender ein Herz für uns hat. Nie werde ich die Hoffnung aufgeben, dass wir Hilfe bekommen, denn ich glaube fest an unser Tun und Denken .

Viele Menschen helfen Tieren, geben ihr Letztes und werden nie unterstützt. Vor diesen Menschen verneige ich mich und bin unsagbar dankbar, dass es doch so viele sind.

Durch all meine Tiere habe ich so viele wunderbare Menschen kennengelernt - unbeschreiblich ! 

Einmal hatte mir eine Unbekannte Frau 1000 $ geschickt, bis heute kenne ich nicht ihren Namen. Wir konnten dadurch Nikita retten und einiges Baumaterial kaufen. Bis heute glaube ich, sie war ein Engel und ich werde diese Frau nie vergessen.

Es gibt sie, diese Engel auf Erden und ich spüre sie täglich. Sie sind da, wenn ich nicht mehr weiter kann. Sie fordern mich auf weiter zu machen, auch jetzt in diesem Moment sind sie da und helfen mir diese Zeilen zu schreiben. Vielleicht liest ein Engel gerade meine Zeilen und beschließt mir zu helfen, wer weiß ♥

Vielleicht werde ich bald einen Traktor besitzen und wir werden im Winter kein Problem mit der Heulieferung mehr haben. Wir müssen immer einen Nachbarn holen und auch bezahlen, der unsere Straße freihält.

Vielleicht ist da draußen ein Engel, der uns einige Solarzellen und Batterien schickt. Wir müssten nicht mehr täglich an den Bach gehen und ihn enteisen.

Vielleicht ist auch ein Engel da draußen, der einfach nur ein Herz für Tiere hat und uns etwas unterstützt... 

Der Winter ist lang und mein Mann und ich bewältigen hier alles alleine, weil wir keine Cabin mit Wasser und Strom haben. Es wäre eine große Hilfe wenn wir im Winter einen Helfer hier wohnen lassen könnten. Denke aber, dass sich mit der Zeit viel ändern kann .

 

 

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